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Gastroenterologie

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch-entzündliche Erkrankungen des Verdauungstraktes. Verlauf, Beschwerden und erforderliche Behandlung unterscheiden sich individuell und können sich im Laufe der Erkrankung verändern. Die gastroenterologische Betreuung umfasst die Beurteilung der Krankheitsaktivität, die medikamentöse Behandlung und die Planung erforderlicher Verlaufskontrollen.

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Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Bei Morbus Crohn kann die Entzündung unterschiedliche Abschnitte des Verdauungstraktes betreffen. Bei Colitis ulcerosa ist die Entzündung auf den Dickdarm begrenzt.

Mögliche Beschwerden sind unter anderem Durchfall, Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Gewichtsverlust und Leistungsminderung. Die Ausprägung kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein.

Darüber hinaus können chronisch-entzündliche Darmerkrankungen auch mit Beschwerden außerhalb des Verdauungstraktes verbunden sein.

Ihre Spezialisten

Wer Sie betreut

Daniela Fuchs
Daniela Fuchs
Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie
Schwerpunkt: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Dr. med. Marc André Schlegel
Dr. med. Marc André Schlegel
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Praxisinhaber
Schwerpunkte: Endoskopie und Darmkrebsvorsorge

Verlaufskontrollen

Die erforderlichen Verlaufskontrollen richten sich nach Art und Ausdehnung der Erkrankung, Krankheitsaktivität, Behandlung und bisherigen Befunden. Je nach Situation können dazu gehören:

  • Ärztliches Gespräch und körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Bestimmung von Entzündungsmarkern im Stuhl
  • Ultraschalluntersuchungen
  • Endoskopische Verlaufskontrollen
  • Weitere Untersuchungen bei entsprechender medizinischer Fragestellung

Art und Intervall der Kontrollen werden individuell festgelegt.

Medikamentöse Behandlung

Welche medikamentöse Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von Diagnose, Ausdehnung und Aktivität der Erkrankung, bisherigen Therapien, Begleiterkrankungen und individuellen Risikofaktoren ab.

Zum Einsatz kommen je nach Situation unterschiedliche Wirkstoffgruppen. Hierzu können auch Biologika und andere gezielt wirkende Medikamente gehören.

Wir überprüfen im Verlauf Wirkung und Verträglichkeit der Behandlung und passen die Therapie an die individuelle Erkrankungssituation an.

Langfristige Betreuung

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist eine langfristige gastroenterologische Betreuung sinnvoll.

Neben der Kontrolle der Entzündungsaktivität können abhängig von Erkrankungsdauer, Ausdehnung und individuellen Risikofaktoren auch besondere endoskopische Vorsorge- und Überwachungsuntersuchungen erforderlich sein.

Die hierfür vorgesehenen Intervalle werden individuell festgelegt.

Ernährung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Ernährungsfragen können im Verlauf einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung eine Rolle spielen. Eine allgemeingültige CED-Diät gibt es jedoch nicht.

Bei entsprechender medizinischer Fragestellung kann unsere Ernährungstherapie in die Behandlung einbezogen werden.

FAQ

Häufige Fragen zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Was ist der Unterschied zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa?

Bei Morbus Crohn können unterschiedliche Abschnitte des gesamten Verdauungstraktes betroffen sein. Bei Colitis ulcerosa ist die Entzündung auf den Dickdarm begrenzt. Auch das typische Verteilungsmuster der Entzündung unterscheidet sich.

Sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa heilbar?

Es handelt sich um chronische Erkrankungen. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündungsaktivität zu kontrollieren, Beschwerden zu reduzieren, Komplikationen möglichst zu vermeiden und möglichst längere beschwerdearme beziehungsweise entzündungsfreie Phasen zu erreichen.

Wie wird die Krankheitsaktivität kontrolliert?

Die Beurteilung erfolgt anhand von Beschwerden und klinischem Verlauf sowie abhängig von der Situation durch Laboruntersuchungen, Entzündungsmarker im Stuhl, Ultraschall und endoskopische Untersuchungen.

Muss bei jeder Kontrolle eine Darmspiegelung durchgeführt werden?

Nein. Welche Untersuchungen bei einer Verlaufskontrolle erforderlich sind, richtet sich nach der individuellen Erkrankungssituation. Endoskopische Kontrollen werden in medizinisch sinnvollen Abständen geplant.

Was sind Biologika?

Biologika sind gezielt wirkende Medikamente, die bestimmte Mechanismen der Entzündungsreaktion beeinflussen. Sie können bei bestimmten Verläufen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt werden. Welche Therapie geeignet ist, wird individuell entschieden.

Brauche ich bei CED eine spezielle Diät?

Eine allgemeingültige Diät für alle Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa gibt es nicht. Ernährungsempfehlungen richten sich nach Erkrankung, Beschwerden, Ernährungszustand und individuellen Unverträglichkeiten.

Sind regelmäßige Darmspiegelungen erforderlich?

Abhängig von Art, Ausdehnung und Dauer der Erkrankung sowie weiteren Risikofaktoren können regelmäßige endoskopische Überwachungsuntersuchungen erforderlich sein. Das individuelle Intervall wird gastroenterologisch festgelegt.

Was sollte ich tun, wenn sich meine Beschwerden deutlich verschlechtern?

Bei einer deutlichen Zunahme von Durchfällen, Blut im Stuhl, stärkeren Bauchschmerzen, Fieber oder einer anderen relevanten Verschlechterung sollten Sie sich zeitnah ärztlich melden. Bei akut bedrohlichen Beschwerden ist eine notfallmedizinische Abklärung erforderlich.

Kann ich Impfungen erhalten, wenn ich Medikamente einnehme, die das Immunsystem beeinflussen?

Der Impfstatus sollte bei Patienten unter immunsuppressiver oder immunmodulierender Behandlung regelmäßig überprüft werden. Welche Impfungen möglich beziehungsweise empfohlen sind und welcher Zeitpunkt geeignet ist, hängt von der jeweiligen Therapie ab und sollte individuell ärztlich besprochen werden.

Ihr Termin

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